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5 Jahre Mammographie-Screening Mittelrhein: Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn übernimmt Schirmherrschaft

Aktuelle Zahlen belegen den Erfolg der Brustkrebsfrüherkennung in der Region

11.09.2012. Brustkrebsfrüherkennung auf Erfolgskurs: Dieses positive Fazit lässt sich fünf Jahre nach Beginn des Mammographie-Screenings in der Mittelrhein-Region ziehen. Seit dem Start in 2007 haben die Ärzte ca. 1.300 Brusttumoren entdeckt, von denen mehr als 80 Prozent heilbar waren; die Teilnahmequote der Frauen hat sich in diesem Zeitraum auf über 60 Prozent gesteigert. Darüber hinaus darf sich das Früherkennungsprogramm über eine namhafte Fürsprecherin freuen: Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn hat die Schirmherrschaft über das Mammographie-Screening-Programm Mittelrhein übernommen.

„Durch die Möglichkeiten der Früherkennung muss Brustkrebs heute kein leidvolles Schicksal mehr sein, sondern kann vielfach geheilt werden. Es liegt mir deshalb besonders am Herzen, die Frauen für die Brustkrebsfrüherkennung zu sensibilisieren und ihnen die Angst vor der Untersuchung zu nehmen“, unterstrich die Fürstin die Beweggründe für ihre Schirmherrschaft auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den beiden für das Screening-Programm Mittelrhein verantwortlichen Ärzten, Dr. med. Toni Vomweg und Dr. med. Jochen Schenk.

Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein mit Dr. Jochen Schenk (li.) und Dr. Toni Vomweg

82 Prozent der entdeckten Tumore sind in frühem Stadium

Die beiden Radiologen zeigten anhand aktueller Zahlen die Entwicklung des Brustkrebsfrüherkennungs-Programms in der Region Koblenz und nördliches Rheinland-Pfalz auf. So wurden seit dem Start des Screening-Programms vor fünf Jahren rund 157.000 Frauen untersucht. Davon erhielten 4.690 Frauen aufgrund von Auffälligkeiten in der Mammographie eine weitere Einladung (Wiedereinbestellung). Bei dieser Abklärung wurden 1.291 Karzinome (Brusttumoren) entdeckt: Bei 269 Karzinomen (21%) handelte es sich um sog. duktale Karzinome (veränderte Zellen in den Milchgängen) und damit eine Krebsvorstufe; 789 Karzinome (61%) waren kleiner als 2 cm; 233 Karzinome (18%) waren größer als 2 cm.

„In 82 Prozent der Fälle waren die Brusttumoren unter 2 Zentimeter und damit in einem frühen Stadium, so dass diese meist gut behandelbar und vielfach heilbar waren“, unterstrichen Dr. Schenk und Dr. Vomweg den besonderen Nutzen der Screening-Früherkennung. Dieser wurde von den Ärzten auch durch eine Vergleichszahl belegt: Im Jahr 2005, also vor Einführung des Mammographie-Screening-Programms, lag die Anzahl der gefundenen Tumore, die kleiner als 2 cm waren, in gesamt Rheinland-Pfalz bei nur 43 Prozent. Das heißt, die Zahl der Brusttumoren mit schlechter Prognose war damals mit 57 Prozent mehr als dreimal so hoch als im Screening-Programm.

Fürstin ist ideale Repräsentantin im Kampf gegen Brustkrebs

„Es ist für uns eine ganz besondere Ehre, Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein als Mitstreiterin im Kampf gegen den Brustkrebs an unserer Seite zu haben. Aufgrund ihrer Persönlichkeit und Bekanntheit ist sie eine überzeugende Schirmherrin, um bisher unentschlossene Frauen zur Teilnahme an der Brustkrebsfrüherkennung zu motivieren“, brachte Dr. Jochen Schenk im Namen des gesamten Screening-Teams die Freude über die prominente Unterstützung zum Ausdruck.