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Warum einige Frauen aus der Region Altenkirchen keine Einladung für den Busstandort Altenkirchen erhielten

Bis zum 28. Januar war der Mammographie-Screening-Bus acht Wochen lang in Altenkirchen im Einsatz, um 2.500 Frauen aus der Region die Möglichkeit der wohnortnahen Brustkrebsfrüherkennung zu bieten. Etwa 350 anspruchsberechtigte Frauen aus der Verbandsgemeinde Altenkirchen und Umgebung erhielten allerdings keine Einladung für Altenkirchen, sondern bereits für den nächsten Busstandort, das benachbarte Dierdorf, was bei den betroffenen Frauen zu Irritationen führte.

Die beiden Programmverantwortlichen Ärzte des Mammographie-Screening-Programms Mittelrhein, Dr. Jochen Schenk und Dr. Toni Vomweg, bedauern dies und erklären wie es dazu kommen konnte: Nimmt der Mammographie-Screening-Bus einen neuen Standort ein, werden von der sogenannten Zentralen Stelle in Neustadt – dies ist eine gemeinsame Einrichtung der Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung – ca. vier Wochen im Vorfeld die Frauen aus der entsprechenden Region aus dem Melderegister rekrutiert und nach und nach eingeladen.

EDV-System schiebt Ersteinladungen dazwischen

Innerhalb dieses Zeitraums kann es dann passieren, dass Frauen, die gerade 50 Jahre alt geworden sind und damit erstmals einen Anspruch auf eine Screening-Mammographie haben, vom EDV-System neu rekrutiert und dazwischen geschoben werden. Kommt eine so große zusätzliche Zahl an Frauen dazu, wie dies in Altenkirchen der Fall war, wird die zuvor errechnete Standzeit für den Bus normalerweise entsprechend nach hinten verlängert, damit alle Frauen ihre Screening-Untersuchung vor Ort wahrnehmen können.

„In Altenkirchen konnten wir hierauf leider nicht mehr früh genug reagieren, da die zusätzlichen 350 Einladungen durch die zweiwöchige Weihnachtspause des Busses erst im Januar dem Screening-Team gemeldet wurden. Zu diesem Zeitpunkt gingen aber bereits die ersten Einladungen für den neuen Busstandort Dierdorf für Anfang Februar schon heraus, so dass der Bus nicht über den 28. Januar in Altenkirchen stehen bleiben konnte“, so Dr. Schenk.

In zwei Jahren gibt es für alle wieder einen Termin

Für den Busstandort Altenkirchen hatte dies zur Folge, dass durch die neu hinzu gekommenen Ersteinladungen, 350 auf der Einladungsliste weiter hinten stehende Frauen vom EDV-System automatisch herausgenommen und dem nächsten Busstandort Dierdorf zugeordnet wurden. „Um den Frauen längere Anfahrtswege zu ersparen, haben wir deshalb im Januar über die lokale Presse darüber informiert, dass alle Frauen, die noch keine Einladung für Altenkirchen bekommen haben, sich aktiv im Bus oder über die Info-Hotline einen Termin geben lassen können, was auch über 150 Frauen in Anspruch genommen haben. Doch leider haben wir wohl nicht alle Frauen erreichen können“, führt Dr. Vomweg aus.

„Wir möchten uns deshalb bei allen Frauen, die nun einen längeren Anfahrtsweg zum Screening-Bus in Kauf nehmen müssen, entschuldigen! Wenn der Bus in zwei Jahren wieder nach Altenkirchen kommt, werden wir alles daran setzen, damit alle Frauen aus der Region auch wieder vor Ort ihren Termin wahrnehmen können“, versichern die beiden Koblenzer Radiologen Dr. Jochen Schenk und Dr. Toni Vomweg.