Ihre erste Screening-Untersuchung

Wie Sie sich vorbereiten können

Sie sollten am Tag der Untersuchung Kleidung tragen, die Sie leicht ablegen können, da Sie sich bis zur Taille für die Untersuchung ausziehen müssen. Bitte benutzen Sie auch kein Deodorant. Deodorant kann Rückstände auf der Haut hinterlassen, die Schatten auf den Bildern erzeugen. Zu Ihrem Untersuchungstermin bringen Sie bitte Ihre Versichertenkarte mit.

Ihr Termin für die Screening-Mammographie

Wenn Sie sich am Empfang gemeldet haben, werden Sie gebeten, einen Fragebogen auszufüllen. Der Bogen dient unter anderem dazu, Ihre persönlichen Daten zu erfassen und mögliche Vorerkrankungen zu erfragen.

Untersucht werden Sie von einer Röntgenassistentin. Sie nimmt Sie in Empfang, erklärt Ihnen den Ablauf der Untersuchung und befragt Sie nach möglichen Beschwerden oder Erkrankungen der Brust. Dabei geht die Assistentin mit Ihnen gemeinsam den Anamnesebogen durch. Haben Sie Fragen zur Mammographie, beantwortet die Assistentin sie gern.

Was passiert bei der Mammographie?

Die Mammographie selbst ist eine einfache und schnelle Untersuchung, sie dauert nur wenige Minuten. Dazu legt die Assistentin Ihre Brust zwischen zwei strahlendurchlässige Plexiglasplatten, die dann kurz zusammengedrückt werden. Dieses Zusammendrücken kann unangenehm, manchmal auch schmerzhaft sein. Der Druck ist aber notwendig, um das Gewebe besser darstellen zu können. So können bei möglichst geringer Strahlenbelastung gut beurteilbare Bilder erzielt werden.

Von jeder Brust werden zwei Aufnahmen angefertigt – einmal von oben nach unten und einmal schräg von der Mitte her zur Seite. Ihre Aufnahmen beurteilen immer mindestens zwei besonders erfahrene und geschulte Ärzte. Die Ärzte vergleichen die beiden zweidimensionalen Schwarzweißaufnahmen miteinander, um einen räumlichen Eindruck von der Struktur und möglichen Veränderungen zu bekommen.

Wann bekommen Sie das Ergebnis?

Da jede Ihrer Aufnahmen von mindestens zwei Ärzten beurteilt wird, erhalten Sie das Untersuchungsergebnis nicht am gleichen Tag, sondern in der Regel innerhalb von sieben Werktagen nach der Untersuchung.
Bei etwa 95 Prozent aller Frauen zeigt die Mammographie keinen Hinweis auf Brustkrebs. In dem Fall werden Sie schriftlich benachrichtigt und in zwei Jahren erneut zum Mammographie-Screening eingeladen.

Was passiert im Fall der Fälle?

Zeigen sich in der Röntgenaufnahme Veränderungen, die auf eine Brustkrebserkrankung hinweisen, sind weitere Untersuchungen notwendig. In diesem Fall bekommen Sie das Ergebnis Ihrer Mammographie und werden gleichzeitig kurzfristig zu weiteren Untersuchungen eingeladen, um die Auffälligkeit abzuklären. Die Einladung zu weiteren Untersuchungen sollte Sie nicht zu sehr beunruhigen. Nicht jede Auffälligkeit lässt auf einen bösartigen Tumor schließen. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass 80 Prozent der Frauen, die wegen einer auffälligen Mammographie erneut eingeladen wurden, keinen Brustkrebs hatten.

Bei der Abklärungsuntersuchung erwartet Sie zunächst ein Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt, die/der die Screening-Einheit leitet. Sie/er bespricht mit Ihnen Ihre Röntgenaufnahmen und informiert Sie über die weiteren Untersuchungen, die notwendig sind. Zu dem Gespräch können Sie nach Rücksprache mit der Ärztin/dem Arzt gerne eine Person Ihres Vertrauens mitbringen.
Die Untersuchung beginnt damit, dass die Ärztin/der Arzt sorgfältig Ihre Brust abtastet. Je nach Art der Gewebeveränderung können eine Ultraschalluntersuchung und/oder zusätzliche Röntgenaufnahmen notwendig sein.
Die Ultraschalluntersuchung oder auch Sonographie erlaubt eine ergänzende Beurteilung der in der Mammographie entdeckten Auffälligkeiten. Bei dieser Untersuchungsmethode werden mittels Schallwellen Bilder vom Brustgewebe erzeugt.
Bei einigen Veränderungen ist eine zusätzliche Röntgenaufnahme der Brust erforderlich – zum Beispiel eine Vergrößerungsaufnahme. Damit lassen sich bestimmte auffällige Gewebebezirke genauer darstellen.
Nach Abschluss dieser Untersuchungen bespricht die Ärztin oder der Arzt das Ergebnis mit Ihnen. Bei den meisten Frauen kann bereits zu diesem Zeitpunkt Brustkrebs ausgeschlossen werden.

Bei wenigen Frauen kann allerdings die Entnahme einer Gewebeprobe, eine so genannte Biopsie, erforderlich sein, bevor abschließend eine Diagnose gestellt werden kann. Dazu wird mit einer Hohlnadel etwas Gewebe aus dem auffälligen Bezirk der Brust entnommen. Die entsprechende Stelle wird selbstverständlich örtlich betäubt. Die Gewebeproben werden von einer/m Spezialistin/Spezialisten beurteilt. Nach wenigen Tagen, wenn das Ergebnis vorliegt, bespricht die Ärztin/der Arzt das Ergebnis persönlich mit Ihnen. Wenn Sie es wünschen, wird selbstverständlich auch die/der von Ihnen angegebene Ärztin/Arzt über das Ergebnis informiert.

Das abschließende Ergebnis, Ihren Befund, erhalten Sie in der Regel innerhalb von zwei Wochen nach der Einladung zur ersten Abklärungsuntersuchung. Sollte sich doch der Verdacht auf eine Krebserkrankung bestätigen, bespricht die Ärztin/der Arzt, die/der die Abklärungsuntersuchungen durchgeführt hat, das weitere Vorgehen mit Ihnen. Zu diesem Gespräch können Sie eine Ihnen vertraute Person mitbringen, sprechen Sie Ihre(n) Ärztin/Arzt darauf an.

Was Sie noch wissen sollten

Die Teilnahme am Mammographie-Screening ist freiwillig. Ob Sie das Angebot der Früherkennungsuntersuchung wahrnehmen oder nicht, entscheiden Sie.

Sie haben ein empfindliches Brustgewebe?

Manche Frauen haben besonders in der zweiten Zyklushälfte ein schmerzempfindliches Brustgewebe. Der Grund: In der Zeit vor der Periode enthält das Brustgewebe mehr Flüssigkeit als zur Zeit der Periode oder in der ersten Woche danach. Reagiert Ihre Brust in der zweiten Zyklushälfte sehr empfindlich, sollten Sie sich in den Tagen nach der Regelblutung untersuchen lassen. Für Frauen, welche die Menopause hinter sich haben, spielt der Zeitpunkt keine große Rolle. Werden allerdings Hormone eingenommen, um Beschwerden in den Wechseljahren zu behandeln, kann die Beurteilung erschwert sein. Denn das Brustdrüsengewebe wird durch die Einnahme von Hormonen dichter – wie bei Frauen vor der Menopause.

Welche Technik wird im Screening eingesetzt?

In unseren Screening-Einheiten wird nur die digitale Vollfeldmammographie eingesetzt, die im Vergleich zu analogen Systemen bei deutlich niedriger Dosis eine höhere Sensitivität im Nachweis von Brustkrebs hat. Bei der digitalen Technik werden die Bilddaten elektronisch gespeichert und auf dem Computerbildschirm begutachtet.